Jensi's Blog

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Posts Tagged ‘Diplomarbeit’

Mein Sonntagsblog

Zur Zeit arbeite ich mit Hochdruck an meiner Diplomarbeit, da habe ich gar keine Zeit mehr zum Bloggen. Deshalb kommt wieder mal ne kleine Zusammenfassung am Sonntag :-)

Diese Woche Mittwoch war ich in Leipzig und habe die Ergebnisse meiner Diplomarbeit im Institut vorgestellt. Ich hatte mich auf eine englische Präsentation vorbereitet, aber da keine englischsprachigen Zuhörer anwesend waren musste ich sie dann spontan auf deutsch halten. Ich fand es ziemlich holprig, aber mein Prof. fand die Präsentation sehr gut und von den anderen habe ich auch positives Feedback bekommen *freu*. Dann habe ich noch mit meinem Prof. die DA besprochen. Er hatte sich meine Preview durchgelesen und noch ein paar Wünsche. Ich habe nun noch die 30 Seiten eingebunden von dem Dokument was ich in Frankfurt erstellt habe. Jetzt bin ich auf sportlichen 132 Seiten unterwegs, werden aber noch 2 oder 3 mehr ;-)

Tja, am Freitag war ich mit Ulli noch bei einer Freundin die meine DA Korrektur gelesen hat. Sie spricht fließend englisch da sie auch schon sehr lang in Amerika gelebt hat, und sie hat mir damit echt Klasse geholfen!!! Nur der Heimweg nachts mit öffentlichen war wieder mal total zum kotzen, vor allem wegen der Kälte.

Gestern waren wir noch hübsch bowlen, hat wieder mal echt Spaß gemacht! Danach noch nen Happen essen in einem ganz kleinen vietnamesischen Restaurant in der Samariterstr. War echt lecker und total preiswert, jetzt ist nur die Frage ob die Zutaten ne schlechte Qualität hatten oder das Ding für die Geldwäsche genutzt wird… Naja, schlecht war es uns nicht, dann tippe ich mal auf Geldwäsche ;-)

So, nächste Woche wird die DA noch zu Ende geklimpert, und vielleicht kann ich sogar schon Freitag abgeben. Definitiver Termin ist für mich Montag der 15. März, da wir am Dienstag in den Urlaub düsen!

Wie gehts mit der Diplomarbeit voran?

Hier kommt mal ein kleines Update zu meiner DA, damit ihr nicht denkt dass ich den ganzen Tag nur auf der faulen Haut liege ;-)

Ich habe in den letzten beiden Monaten mehrere hundert Seiten Standards gelesen und erste Konzepte zur Lösung erstellt. Am Anfang ging das alles nicht so richtig vorwärts, da das Thema doch sehr offen gestellt war, und mir so viele Informationen gefehlt haben dass alles ein wenig gestockt hat. Dann habe ich mir noch einmal genau die wichtigsten Punkte herausgesucht, ohne Rücksicht auf Verluste eine grobe Struktur erstellt und dann einfach mal angefangen die Punkte mit Leben zu füllen. Da es das TIMMS und alle anderen Sachen rund um die DA noch nicht gibt, musste ich mir alle Geräte, Schnittstellen und Protokolle selbst überlegen, da habe ich mir eben “mein eigenes Ding” zusammengebastelt. Ich habe mittlerweile auch mein LaTeX Dokument im finalen Abgabelayout fertig und das erste Kapitel zur Hälfte geschrieben.

Gestern hatte ich ein Zwischengespräch mit meinem Professor und habe ihm meine Ideen und Konzepte präsentiert. Ich war mir ziemlich unsicher wie er es finden wird, ABER er fand meine Lösungsansätze und Strategien total Klasse!!! Wir haben dann noch einige Sachen geklärt und ein wenig verändert, aber ich werde meine DA im Prinzip so beenden wie ich mir das gedacht habe.

Und meine Zukunft ist auch fast in Sack und Tüten, denn mein Prof hat mich gefragt ob ich Interesse hätte an der Uni Leipzig oder an der TU München zu promovieren, aufbauend auf meiner Diplomarbeit! Das werde ich auch auf jeden Fall machen, ich hoffe dass das in Leipzig klappt. Das nächste mal treffen wir uns am 21. Januar und dann weiß mein Prof auch bescheid und ich schaue mal wo es mich hinverschlägt :-)

Meine Diplomarbeit

Ich hatte heute ein Gespräch mit meinem Professor, in dem wir das Thema meiner Diplomarbeit festgelegt haben. In meiner Woche in Frankfurt habe ich aus den verschiedenen Ultraschalluntersuchungen, die ich mit Raoul durchgeführt habe, Workflows erstellt. Die Workflows sind ganz normale Flussdiagramme, die WFMC und DICOM WG 24 kompatibel sind.

Im CAMDASS Projekt sollen diese Workflows auf Kommunikationswegen ausgetauscht werden, welche einen sehr hohen Delay haben (z.B. zwischen einer Raumstation auf dem Mars und der Bodenstation auf der Erde).

Das Ziel meiner Diplomarbeit ist die Analyse der Standards XDS (Cross Enterprise Document Sharing), welcher als IHE (Integrating the Healthcare Enterprise) Profile verwendet wird und OASIS, was von XDS für die Kapselung der Daten verwendet wird, ob diese für die Übertragung der Workflows geeignet sind. Ein besonderer Aspekt ist die echtzeitfähige Übertragung, welche besondere Ansprüche an das Übertragungsprotoll stellt.

Mit den folgende Fragen werde ich meine Arbeit beginnen und in das Thema einsteigen:

  • Untersuchung des XDS-Standards
  • Können Daten echtzeitfähig mit XDS übertragen werden?
    • Vorteile
    • Nachteile
    • wie kann man die Nachteile kompensieren?
  • Kann man die Workflows in OASIS einpacken?
  • Welche Relevanz hat OASIS?
  • Was bietet die WFMC für Möglichkeiten für die Repräsentation der WF’s in Datenstrukturen?

Es besteht die Möglichkeit, dass XDS für die Anwendung nicht geeignet ist, und man sich Gedanken über die Erweiterung / Änderung von XDS machen muss. Dieser neue Standard könnte dann XWFS (Cross Enterprise WorkFlow Sharing) heißen und für die Übertragung von Workflows in Echtzeit auf Long Delay Übertragungsstrecken optimiert sein.

Meine Woche im Krankenhaus

Diese Woche war ich im Rahmen meiner Diplomarbeit in der Uniklinik in Frankfurt am Main. Eigentlich bin ich hergekommen um mir die Durchführung einiger Ultraschalluntersuchungen anzuschauen, aber erlebt habe ich noch viel mehr…

Am Montag bin ich früh angekommen und habe erstmal meinen Betreuer Raoul angerufen. Er meinte dass ich mal in die Herzchirurgie kommen soll, ich kann bei einer Bypass-Operation zuschauen. Gesagt getan, ab in die zweite Etage und rein in die grünen OP-Klamotten :-)
Natürlich hatte ich eine heidenangst dass ich da gleich umkippe und sich die Chirurgen erstmal um mich kümmern müssen. Na gut, also rein in den OP, mich den Leuten da vorgestellt, und dann meinte ein Anästhesist hier ist die sterile Grenze, da kannste drüberkucken und alles beobachten.
Ich ran an den Speck, kucke über das blaue Tuch und schaue direkt in einen offenen Brustkorb rein, in dem das Herz grad aufhört zu schlagen. Sehr Interessant!!!
Es war auch nicht eklig oder so, als ich dann nach der OP rauskam hatte ich sogar Hunger ;-)
Naja, die haben dann das Herz komplett angehalten, den Bypass aus dem linken Unterschenkel entnommen und dann ans Herz und die Aorta angenäht. Danach das Herz wieder eingeschalten und langsam dem Herzen die gesamte Arbeit überlassen und die Herz-Lungen-Maschine schlußendlich abgeklemmt. Dann wurde noch ein Herzschrittmacher angebracht, das waren 4 Drähte, die einfach durch das Herz mit einer Nadel gestochen wurden, dann raus aus dem Brustkorb durch die Rippen und am anderen Ende das “Herzschrittmachergerät” dran. Kann dann nach ein paar Tagen einfach rausgezogen werden :-)

Das war ja noch nicht alles, nach einem Schockraum, wo ein Mann mit Motorradunfall, zertrümmertem Ellenbogen und Gesichtsverletzungen reinkam, habe ich noch bei einer OP mit einer Gesichtsverletzung zugeschaut. Mein Betreuer meinte nur so “Bei den Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen ist das immer ein wenig eklig…”, was sich auch bestätigte nachdem ich sah wie dem armen Patienten die Kopfhaut von Ohr zu Ohr eingeschnitten wurde, und dann das Gesicht bis zur Nase vornübergeklappt wurde. Dadurch kann man die Gesichtsknochen rekonstruieren, ohne dem Menschen eine Narbe im Gesicht machen zu müssen. Aber das hat mich dann doch ganz schön an SAW etc. erinnert.

Den Rest der Woche ging es dann ziemlich ruhig zu, wir haben an einem Studenten die benötigten Ultraschalluntersuchungen durchgeführt und ich habe alles gefilmt und notiert. Jetzt geht die richtige Arbeit los alles auszuwerten und mir die medizinischen Arbeitsabläufe sinnvoll zu notieren. Hier mal noch ein kleines Bildchen von mir:

Jensi_Chirurg

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