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Mein Freund MS-Office
Ach das gute Microsoft, ich werde es wohl nie lieben! Auf Arbeit muss ich sehr viel mit Powerpoint und Excel machen, und obwohl ich noch gar nicht so viel krasses Zeuch getan hab sind mir schon echt komische Dinge aufgefallen. Ich habe da zum Beispiel Tabellen in Powerpoint (ja klingt komisch, ist aber so!). Wenn ich in eine Tabellenzelle klicke, dann markiert er mir gleich drei mal drei Felder links oberhalb des eigentlich markierten Feldes. Oder ich mache eine Änderung in einem Dokument, speichere, und dann möchte ich die Änderung wieder rückgängig machen. Und was ist das Ende vom Lied? Sobald man gespeichert hat funktioniert die Undo-Funktion nicht mehr! WTF???
Videocodierung mit ffmpeg
Ich habe jetzt ein paar meiner DVD’s gesichert, und nun die VOB Dateien auf der Platte liegen. Das ist blöd zum anschauen und speichern. Deshalb habe ich mich mal schlau gemacht, wie man ffmpeg nutzt um aus den VOBs XVid Codierte Dateien in AVI Containern zu erstellen. Wichtig war mir auch mehrere Audiospuren mitnehmen zu können.
Update: Durch vertauschte Ton/Bildspuren in den VOB Dateien etc. hatte ich einige Probleme und nun habe ich meine Lösung noch einmal überarbeitet!
Erstmal sucht man sich die VOBs im VIDEO_TS Ordner der CD, welche den Film enthalten. Anschließend kann man mit
$ ffmpeg -i VTS_01_1.VOB
Input #0, mpeg, from 'VTS_01_1.VOB':
Duration: 00:24:06.59, start: 0.280000, bitrate: 5937 kb/s
Stream #0.0[0x1e0]: Video: mpeg2video, yuv420p, 720x576 [PAR 64:45 DAR 16:9], 9800 kb/s, 25 tbr, 90k tbn, 50 tbc
Stream #0.1[0x80]: Audio: ac3, 48000 Hz, 5.1, s16, 448 kb/s
Stream #0.2[0x81]: Audio: ac3, 48000 Hz, 5.1, s16, 448 kb/s
Stream #0.3[0x82]: Audio: ac3, 48000 Hz, stereo, s16, 192 kb/s
Stream #0.4[0x83]: Audio: ac3, 48000 Hz, stereo, s16, 192 kb/s
schauen wie die Video und Audiostreams in der VOB Datei angeordnet sind. Die Informationen sind später wichtig wenn die Streams mit -map neu angeordnet werden sollen. Man sollte vorher in der kompletten VOB Datei mal reinhören, damit man weiß welche Sprache zu welcher Audiospur gehört.
1. Videospur strippen:
Im ersten Schritt habe ich aus jeder VOB das Video herauskopiert (-vcodec copy) ohne Audio mitzuschleppen (-an), dann alle Teile zusammengefügt und letztendlich von MPEG 2 auf MPEG 4 (XVid) mit niedrigerer Qualität komprimiert:
$ ffmpeg -i VTS_01_1.VOB -vcodec copy -an Video_Part_1.mpg
$ cat Video_Part1.mpg ... Video_Part_N.mpg > Video_Komplett.mpg
$ ffmpeg -i Video_Komplett.mpg -f avi -vcodec mpeg4 -vtag xvid -b 1024k -g 300 -bf 2 -threads 2 video_xvid.avi
2. Audiospuren strippen:
Als nächstes müssen wir die gewünschten Audiospuren aus den VOBs sichern. Diese kann man gleich als mp3 komprimieren lassen. Diesmal lassen wir das Video weg (-vn) und müssen auch evtl. auf weitere Tonspuren zugreifen, falls die gewünschte Sprache nicht die erste Tonspur ist (-map 0:2 falls ich wie in obigem Beispiel auf die 3. Spur, also die Audiospur Nummer 2 zugreifen möchte [0x81]). Anschließend werden die mp3′s zusammengefügt. Dabei gehen allerdings die Zeit-Informationen in der Zieldatei kaputt, weswegen man die fertige mp3 noch einmal durch ffmpeg jagen muss damit die Fehler korrigiert werden:
$ ffmpeg -i VTS_01_1.VOB -vn -acodec libmp3lame -ab 128k Deutsch_1.mp3 -map 0:2
$ cat Deutsch_1.mp3 ... Deutsch_N.mp3 > Deutsch_tmp.mp3
$ ffmpeg -i Deutsch_tmp.mp3 -acodec copy Deutsch.mp3
3. Untertitel hinzufügen
Untertitel kann man auch aus den VOBs sichern und der neuen Datei hinzufügen, das brauchte ich nicht und werde es ergänzen sobald ich mich damit beschäftigen musste. Falls jemand eine Lösung hat dann her damit!
4. Zusammenfügen der einzelnen Streams:
Zum Schluss haben wir eine XVid Videospur und mindestens eine Audiospur für den Ton. Mein folgendes Beispiel nimmt 2 Audiospuren, eine für deutsch und eine für englisch. Eine Video- und Audiospur benutzt ffmpeg, möchte man die zusätzlichen Spuren mit haben muss man für jede Spur ein -newaudio mit ans Ende anhängen.
$ ffmpeg -i video_xvid.avi -vcodec copy -i deutsch.mp3 -acodec copy -f avi -aspect 16:9 -threads 2 Video_Remastered.avi -i englisch.mp3 -acodec copy -newaudio
So, das wars auch schon. Wir haben eine schöne kleine Video-Datei mit den gewünschten Sprachen aus unserer DVD gebaut!
Windows 7
So, da ich den Rechner schon mal neu gemacht habe, dachte ich mir “installierste dir gleich mal Win 7, damit de weißt wie’s geht”.
Als erstes hatte ich ein defektes Image, demnach auch eine defekte Boot-DVD. Anstatt Windows das merkt, sagt es dass es den Treiber für das CD/DVD Laufwerk nicht finden könne. Eine Stunde und 5 graue Haare später hab ich rausgefunden, dass diese Meldung häufig bei einer defekten DVD kommt. KANN MAN DAS NICHT ALS FEHLERMELDUNG SCHREIBEN???
Nun gut, hab mir das Image neu gezogen, gebrannt, meine Linux-Partition verkleinert, und Windows installiert. Ging super. Dann noch Updates rein, Antivir, XP-Antispy, Chrome, Adobe Reader und OpenOffice drauf und fertig is die Sache! Das Windows sieht fast gleich aus wie Vista, wusste ich aber vorher. Performance-Technisch kann ich bis jetzt sagen “…geht…”. Man kann die User-Experience nicht mit Ubuntu oder Mac OS vergleichen, es fühlt sich alles langsam und träge an.
Eine Sache konnte ich mit Freude feststellen, die sich zum Glück nicht geändert hat: Nach jeder kleinen Scheiße muss man neu starten. Das geht einem tierisch auf die Eier, aber man fühlt sich gleich heimisch bei Microsoft! Ich wollte nur für Schatzi die Spiele aktivieren, die sind in der Business-Version ausgeschaltet, da hat der glatt 2 mal neustarten müssen. WTF???
Nach ein bisschen Fummelei mit der Ubuntu Live-CD habe ich dann auch meinen Grub2 wieder reinbekommen, da steht jetzt Windows 7 schön im Startmenü drin. Wunderbar!
Naja, es ist nett wenn man wieder mal Windoof benutzen kann, falls man es braucht. Vor allen Dingen kann ich jetzt wieder alle Spiele nutzen und wenns wieder mal ne LAN gibt mitzocken! Das is schon ganz nett. Ansonsten vermisse ich Windows nicht. Virenprogramme, Spyware, Rechner neu starten etc. muss man sich echt nicht geben!
Open Source Paketverwaltung für Windows
Na endlich! Auch bei Microsoft haben wenigstens einige Leute begriffen dass ein zentrales Paketmanagement sinnvoll ist. Microsoft-Entwickler Garrett Serack darf nun Vollzeit an seinem Projekt “Common Opensource Application Publishing Platform” (CoApp) basteln, welches eine zentrale Paketverwaltung für Open Source Software für Windows bereitstellen soll ähnlich wie apt oder rpm unter Linux oder MacPorts unter Mac OS. Dabei soll auf die spezifischen Eigenschaften von Windows Rücksicht genommen werden, so dass die Software optimal läuft. (Siehe auch heise.de)
Finger weg: Internet Security Suites!
In der aktuellen c’t (Ausgabe 5/2010) wurden die Internet Security Komplettpakete getestet (Virenscanner, Firewall, Anti-Spam und Kinderschutz). Darunter waren die Pakete von Avira, Norton, Kaspersky, G-Data und Bitdefender, welche in früheren Tests wo nur die Antiviren-Engines getestet wurden sehr gut abschnitten.
Diese Programme weisen alle RIESIGE Schwächen auf, welche den Computer anfällig für Angriffe machen und Hackern Tür und Tor öffnen. Ich erzähle kurz die Probleme, gehe aber nicht darauf ein welches Programm da betroffen ist (es sind immer die meisten). Die Firewalls haben keine Profile für unterschiedliche Umgebungen (zu Hause, öffentlicher Ort, …), und geben im WLAN um die Ecke die gleichen Daten raus wie es im Heimnetzwerk gewollt ist. Freigegebene Ordner, VNC, Skype, alles ist von außen zu erreichen. Weiterhin können die Firewalls (Avira!!!) kein IPv6 *WTF???* und lassen den Traffic einfach durch! Dienste wie die Windows-Dateifreigabe sind IMMER zu erreichen, auch wenn man der (IPv4) Firewall sagt sie soll alles blocken.
Die Spam-Blocker arbeiten teilweise sehr schlecht, man sollte immer den Spam-Filter von Thunderbird oder Windows-Mail benutzen, der ist mit an Bord und arbeitet zuverlässig. Weiterhin erzwingen die Filter eine UNVERSCHLÜSSELTE *facepalm* Verbindung zum Mail-Server, da sie den SSL-Traffic sonst nicht scannen können. Das heißt wir geben allen Menschen die einen Passwort-Sniffer bedienen können unser Passwort, nur damit der dämliche SPAM-Filter die Mails checken kann.
Der Schutz der Kleinen vor böswilligen Websites ist auch nur ein Witz und lässt sich leicht aushebeln. Also Finger weg!
Die beste Lösung ist die folgende, um ein sicheres System zu haben:
- NICHT als Administrator arbeiten, einen beschränkten Benutzeraccount verwenden
- Die Windows-Firewall benutzen (ab Windows XP SP2!), die bietet sicheren Schutz und hat Profile für das Heimnetz, Arbeit und öffentliche Orte
- ein gutes Virenprogramm installieren (alle o.g. AV-Lösungen sind spitze) ohne den zusätzlichen Schnick-Schnack
- den SPAM-Filter des Mail-Clients benutzen
- die Software Up-to-Date halten, besonders Browser, Mail-Client, Windows-Updates und Adobe Flash Player
- bei speziellen Bedürfnissen separate Programme zu Hilfe holen
17 Jahre alte Window-Lücke gefunden
Jetzt wurde eine Lücke in Windows bekannt, die seit Windows NT 3.1 bis zu Windows 7 durchgängig in alle 32-Bit Versionen enthalten ist *rofl* *wegschmeiß* *MUAHHHH!!!*
Die Schwachstelle befindet sich in der 1993 eingeführten Virtual Dos Machine (VDM) zur Unterstützung von 16 Bit Anwendungen. Ein Programm was ohne Admin-Rechte in dieser VM läuft kann mit einigen Tricks den Kernel-Stack von jedem beliebigen Programm manipulieren und dadurch eigenen Schadcode mit Systemrechten ausführen.
Das kommt nun davon wenn man Betriebssysteme nur mittels Copy-Paste zusammenschustert, hehe, brüll !1!!eins!elf
Hier ist der Heise-Artikel dazu.


